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BZ 20.5.10 Floßbau Koop-Klasse PDF Drucken E-Mail

BZ-Artikel vom 20. Mai 2010 der Redakteurin : Marlies Jung-Knoblich

Für den Floßbau schwer ins Zeug gelegt

Die Kooperationsklasse 9K der Friedrich-Ebert-Schule und Berufsschule baute das Boot um.

  1. Vor dem Umbau des Floßes hat die Kooperationsklasse 9K mit ihren Projektleitern ein Modell angefertigt. Am 7. Juni wird das Floß auf dem Doubs zu Wasser gelassen. Foto: Marlies Jung-Knoblich

SCHOPFHEIM (mj). Schwer ins Zeug gelegt haben sich die 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9K (Kooperationsklasse der Friedrich-Ebert-Schule mit der Berufsschule), um ein Floß komplett umzubauen. Als Holzboot kam das Floß im Jahr 2005 zur Friedrich-Ebert-Schule – ein Geschenk des Freiburger Vereins "Eisbär" (Erlebnispädagogik). Schon damals restaurierten Schüler das Boot und testeten es auf dem Doubs in Frankreich. Viele Jugendgruppen, so Projektleiter Wulf Rupprecht von der Friedrich-Ebert-Schule, waren damit in der Zwischenzeit unterwegs. Alles erlebnispädagogische Unternehmungen.

Die Jugendlichen der Klasse 9K haben nun einen begehbaren Dachträger für den Transport von Rädern und Kanus, ein Geländer rund ums Floß und eine Küche gebaut. Zwölf Personen haben auf dem "Luxus-Dampfer" (Rektorin Claudia Brenzinger) Platz. Am 7. Juni wird das Floß für eine Woche auf dem Doubs unterwegs sein.

"Lernen mit Hand, Herz und Hirn" stehe in der Kooperationsklasse im Vordergrund, erklärte Monika Timm (FES). Das Projekt Floßbau motiviere und stärke das Selbstvertrauen. So sieht es auch Claudia Brenzinger, die den Schülern und Lehrern für ihren Einsatz dankte. Teamfähigkeit, Ausdauer, Demokratieverständnis, Zuverlässigkeit oder auch Konfliktfähigkeit vermittele so ein gemeinsames Projekt. Ganz "nebenbei" wurde handwerkliches Können abverlangt. Claudia Brenzinger übergab eigens vom Förderverein der Friedrich-Ebert-Schule gestiftete T-Shirts für die Mannschaft, die auf dem Doubs dabei sein wird. Ohne die großzügige Unterstützung der Sponsoren wäre dieses aufwendige Projekt nicht möglich gewesen, bedankte sich Elo Umlauf, stellvertretender Schulleiter der Friedrich-Ebert-Schule bei Industrie und Handwerk.

Das Floß bekomme am Doubs einen festen Liegeplatz, erklärte Wulf Rupprecht. Es habe einen Motor, denn es müsse manövrierfähig sein. Mit den Kajaks werden die Teilnehmer Wildwasserausflüge unternehmen, auch sonst sind Aktivitäten geplant. Das riesige Boot, das bis zum Abtransport in der Kulturfabrik untergebracht ist, bestehe aus Modulen, die sich auseinander bauen lassen. So sei das Boot im Lkw transportfähig.

Das Projektteam: Wulf Rupprecht, Monika Timm, Elo Umlauf von der Friedrich-Ebert-Schule; Hans-Peter Schwald, Guido Krebs, Claudia Burget von der Berufsschule; Karl Schäfer, Abteilungsleiter in den Bereichen Bau, Holz und Farben an der Berufsschule ist für die Klasse 9K zuständig.  


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